¿Qué pasa?, ey...
was man hier auf den letzten Tage noch alles mitmachen muss. Heute nacht wurde ich, und ich denke mal auch Jani, gegen 3Uhr von einem Erdbeben aufgeweckt. Das Bett "schwamm", das Licht ging aus, Tueren und Fenster klapperten und die Hunde bellten. Naja, bei mir war es nicht wirklich schlimm, weiter im Norden wohl eher doch. 150 Kilometer noerdlich Honduras´ Kueste hatte das Beben im Epi-Zentrum einen Wert von 7,1 auf der Richter-Skale. Soviel dazu.
Schoene Gruesse,
John
Donnerstag, 28. Mai 2009
Dienstag, 26. Mai 2009
carnaval la ceiba!
ihr lieben,
john hat euch ja schon einen kleinen einblick in das geschehen unseres letzten gemeinsamen wochenendes mit den honduranern fer und dani verschafft. ich war nun dieses wochenende zusammen mit lea und vielen, lieben freunden in "la ceiba" beim carnaval, was der absolute hammer war!! dieser karneval soll der groesste in mittelamerika sein und gleich nach dem in
"rio de janeiro" kommen. ich kann das nicht beurteilen, aber war es den besuch auf jeden fall wert. wir hatten uns schon wochen vorher plaetze im hostel "banana republic" gebucht, wo wir voluntarios aus honduras uns trafen. viel zeit verbrachten wir dort aber eigentlich nicht. eine freundin von mir hat keine nacht, die sie dort gebucht hatte dort geschlafen, vor lauter party machen. die strassen waren voller, voller menschen und staenden, wo fleisch und bohnen und fladen und popcorn und wasser und alles moegliche verkauft wurde und es gab viele buehnen und musik und es war so traumhaft. natuerlich sind dort, wo so viele leute aufeinander treffen auch viele diebe und so stahlen sie aus dem hostel (!) den ipod meiner freundin laura und anderen besuchern dort 1000 $ und eine kreditkarte. mir ist nix passiert, denn ich habe meine wertsachen versteckt und steckten wir zum ausgehen das geld einfach mal in den bh. die erste nacht von freitag zu samsatg feierten wir bis 5uhr morgens, die zweite bis 7uhr morgens und kamen schliesslich total fertig aber gluecklich wieder in taulabe am sonntag an, wobei es dann gestern in der schule wieder ordentlich zur sache ging.

ich bin nun dabei alle meine ideen, die ich im laufe der zeit hier fuer den unterricht gesammelt habe, abzuarbeiten, denn ich habe noch genau 8 arbeitstage, die ich fleissig runterzaehle und danach eine woche sommerferien, die ich hoechstwahrescheilich mit lea auf utíla verbringen werde, und dann noch 7 weitere "verabschiedungstage". heute haben wir mit unseren gasteltewrn schon die verabschiedungsfeier geplant, die bald in unserem haus hier stattfinden wird. es werden an die 40 leute sein. haben wir also doch so einige menschen hier kennen gelernt, von denen man sich noch verabschieden moechte. wir werden deutsch unsere gastmama honduranisch kochen. ich bin ganz traurig, wenn ich daran denke, denn meine gastfamilie habe ich wirklich ins herz geschlossen. jetzt muessen wir ihnen nur noch beibringen, wie man computer und internet benutzt, damit wir in kontakt bleiben koennen, denn die post ist ja nicht die zuverlaessigste hier.
ich hoffe es geht euch allen gut ueberall. mir ist hier in honduras gerade ganz schoen heiss.
muchissimos besitos.
jule/jani/juliane
john hat euch ja schon einen kleinen einblick in das geschehen unseres letzten gemeinsamen wochenendes mit den honduranern fer und dani verschafft. ich war nun dieses wochenende zusammen mit lea und vielen, lieben freunden in "la ceiba" beim carnaval, was der absolute hammer war!! dieser karneval soll der groesste in mittelamerika sein und gleich nach dem in
"rio de janeiro" kommen. ich kann das nicht beurteilen, aber war es den besuch auf jeden fall wert. wir hatten uns schon wochen vorher plaetze im hostel "banana republic" gebucht, wo wir voluntarios aus honduras uns trafen. viel zeit verbrachten wir dort aber eigentlich nicht. eine freundin von mir hat keine nacht, die sie dort gebucht hatte dort geschlafen, vor lauter party machen. die strassen waren voller, voller menschen und staenden, wo fleisch und bohnen und fladen und popcorn und wasser und alles moegliche verkauft wurde und es gab viele buehnen und musik und es war so traumhaft. natuerlich sind dort, wo so viele leute aufeinander treffen auch viele diebe und so stahlen sie aus dem hostel (!) den ipod meiner freundin laura und anderen besuchern dort 1000 $ und eine kreditkarte. mir ist nix passiert, denn ich habe meine wertsachen versteckt und steckten wir zum ausgehen das geld einfach mal in den bh. die erste nacht von freitag zu samsatg feierten wir bis 5uhr morgens, die zweite bis 7uhr morgens und kamen schliesslich total fertig aber gluecklich wieder in taulabe am sonntag an, wobei es dann gestern in der schule wieder ordentlich zur sache ging.

ich bin nun dabei alle meine ideen, die ich im laufe der zeit hier fuer den unterricht gesammelt habe, abzuarbeiten, denn ich habe noch genau 8 arbeitstage, die ich fleissig runterzaehle und danach eine woche sommerferien, die ich hoechstwahrescheilich mit lea auf utíla verbringen werde, und dann noch 7 weitere "verabschiedungstage". heute haben wir mit unseren gasteltewrn schon die verabschiedungsfeier geplant, die bald in unserem haus hier stattfinden wird. es werden an die 40 leute sein. haben wir also doch so einige menschen hier kennen gelernt, von denen man sich noch verabschieden moechte. wir werden deutsch unsere gastmama honduranisch kochen. ich bin ganz traurig, wenn ich daran denke, denn meine gastfamilie habe ich wirklich ins herz geschlossen. jetzt muessen wir ihnen nur noch beibringen, wie man computer und internet benutzt, damit wir in kontakt bleiben koennen, denn die post ist ja nicht die zuverlaessigste hier.
ich hoffe es geht euch allen gut ueberall. mir ist hier in honduras gerade ganz schoen heiss.
muchissimos besitos.
jule/jani/juliane
Fer und Dani, inoffizieller Abschied, Eureka, Niños de la Calle...
Liebe Freunde,
ich schulde euch noch den Bericht des letzten Wochenendes. Er folgt;-) :
Beim Vorbereitungscamp in Deutschland hatten Lea, Jani und ich zwei honduranische Freiwillige kennengelernt, die ihrerseits ein FSJ in Deutschland machten. Ihre Namen: Fernando(Fer) und Daniela(Dani). Diese Freundschaft kam uns schon damals sehr gelegen, weil wir mehr als alle anderen Teilnehmer des Camps ueber unser Gastland aus erster Hand erfahren durften. Mit Fer hatten wir uns dann eher zufaellig, er wusste es zwar, bei einem KurzCamp im Dezember getroffen. Wir machten dann aus ueber Silvester zusammen zu verreisen, doch daraus wurde nichts. Nun, letztendlich auf der Zielgeraden, luden sie uns drei zu sich nach hause ein und wir nahmen die Einladung gerne an. Es war ein Abtauchen in eine andere Welt, Luxus pur.
Wir uebernachteten bei Dani, die in Santa Lucia nahe Tegus, mit ihrem Vater und Bruder sozusagen in einem Schloss lebt. Am Freitag luden sie uns dann zum Pizzaessen ein und wir liessen den ersten Abend des Wiedersehens bei Filmen ruhig ausklingen.
Am Samstag morgen besichtigten wir der beiden Unis, schauten bei einem Minifussballturnier zu, fuhren ein bisschen durch die Gegend und assen zum fruehen Abend superleckere von Dani's Vater selbstgemachte Spinat-Huehnchen-Lasagne. Am spaeten Abend ging es dann in ein "Restaurant", wo um 22Uhr eine "Tanzeinlage" fuer Mann und Frau begann. Es war lustig und eine aussergewoehnliche Erfahrung, auch wenn es im Nachhinein ein bisschen komisch war. Und NEIN, es hat niemand nackt oder oberkoerperfrei getanzt.
Diesen Freitag ging es mit Erlaubnis von Don Goyo, der naemlich dann ueber Nacht in Horizontes bleiben musste, mit allen Erziehern hoch auf "den Vulkan", ueber Comayagua in das Haus der Chefin der Fundation um Brunos und meinen Abschied schon einmal inoffiziell zu feiern. Wir haben das Level, gemaess Horizontesstandarts, hochgehalten und uns dementsprechend gut amuesiert. Jani war leider nicht dabei, weil sie gluecklicherweise nicht wie ich arbeiten musste und nach Ceiba zum Carneval fur. Bin ein bisschen neidisch.
Ja, und dann ging es am Sonntag noch nach Eureka, einem Schwimmbad wo wir zu Weihnachten schon einmal waren als kleine oder grosse Praemie, weil sich die Jungs in letzter Zeit so gut benehmen. Auch das war ein Spass, wie die Ausfluege eigentlich immer sind, weil man mal rauskommt und die Jungs sich austoben koennen. Leider haben wir uns fast alle, trotz Sonnencreme, beim vielen Baden den Ruecken etwas verbrannt.
Ja, in Horizontes geht alles seinen gewohnten Gang, nur ist es vergleichweise ruhiger geworden. Man sieht also wirklich einen Wandel. Seit Mitte letzter Woche haben wir aber nun einen harten Auftrag von Don Goyo dazugekriegt. Juan Ramón(14) hatte Don Goyo mit einem sehr Slangmaessigen "¿Que pedo?, Don Goyo." - zu deutsch "Was Furz, Don Goyo" begruesst und hatte vorher noch in Reichweite von Don Goyo einen Kameraden mit "Hijo de Puta" beschimpft; das lasse ich mal unuebersetzt. Seitdem haben wir die Aufgabe jeden Jungen aufzuschreiben, der ein Schimpfwort benutzt, und als Strafe muessen die gesammelten Bestraften am Ende des Tages in ihrer Freizeit in die Bibliothek und 100x Saetze wie "Ich soll und kann sehr schoen sprechen." oder "Ich darf nicht schlecht reden." kopieren. Am Anfang schien es Aussichts los, aber mittlerweile kriegen sie echt mit wie oft und wie normal sie irgendwelche Schimpfwoerter in ihrem Vokabular haben.
Naja, jetzt seht ihr, wenn wir uns nun schon auf so einer intelektuellen Ebene Strafen ausdenken muessen, koennen die anderen Probleme nicht mehr so gross sein. :D
Ja, als meine Familia da war habe ich mich im Parque Central eine ganze Weile mit zwei Strassenkindern unterhalten und schwupp die wupp ist der eine bei uns. Natuerlich nicht wegen mir, wollte nur den netten Zufall erzaehlen. Und Daniel ist mir auch ziemlich ans Herz gewachsen in seinen ersten zwei Wochen. Aber wer waechst einem in so einem Projekt schon nicht ans Herz.
Naja, gerade eben habe ich jedenfalls den anderen Kleinen mit zwei neuen Freunden dreckig und barfuss im Parque gesehen und mich ein bisschen unterhalten. Und dann kam Selma, eine nette Eisverkaeuferin am Parque, die schon einige Male mithalf Jungs bei uns unterzubringen, die mich fragte: "Und was machen wir, dass Don Goyito die mit zu sich nimmt?" und dann meinte einer ganz kess: "Ach, der alte Glatzkopf, der faengt uns nicht, da rennen wir lieber weg." Irgendwann landet dann aber doch der ein oder andere bei uns.
So, jetzt wisst ihr wie es zur Zeit laeuft, von der Arbeit fehlt jetzt leider nicht ein mal mehr ein Monat; danach geht es auf Reise. Bin auch gerade dabei mich an den Unis zu bewerben.
Fotos konnte ich aus technischen Gruenden vom Ausflug nach Santa Lucia und der Party leider nicht hochstellen, mache das aber noch.
Liebe Gruesse an euch alle,
euer John
ich schulde euch noch den Bericht des letzten Wochenendes. Er folgt;-) :
Beim Vorbereitungscamp in Deutschland hatten Lea, Jani und ich zwei honduranische Freiwillige kennengelernt, die ihrerseits ein FSJ in Deutschland machten. Ihre Namen: Fernando(Fer) und Daniela(Dani). Diese Freundschaft kam uns schon damals sehr gelegen, weil wir mehr als alle anderen Teilnehmer des Camps ueber unser Gastland aus erster Hand erfahren durften. Mit Fer hatten wir uns dann eher zufaellig, er wusste es zwar, bei einem KurzCamp im Dezember getroffen. Wir machten dann aus ueber Silvester zusammen zu verreisen, doch daraus wurde nichts. Nun, letztendlich auf der Zielgeraden, luden sie uns drei zu sich nach hause ein und wir nahmen die Einladung gerne an. Es war ein Abtauchen in eine andere Welt, Luxus pur.
Wir uebernachteten bei Dani, die in Santa Lucia nahe Tegus, mit ihrem Vater und Bruder sozusagen in einem Schloss lebt. Am Freitag luden sie uns dann zum Pizzaessen ein und wir liessen den ersten Abend des Wiedersehens bei Filmen ruhig ausklingen.
Am Samstag morgen besichtigten wir der beiden Unis, schauten bei einem Minifussballturnier zu, fuhren ein bisschen durch die Gegend und assen zum fruehen Abend superleckere von Dani's Vater selbstgemachte Spinat-Huehnchen-Lasagne. Am spaeten Abend ging es dann in ein "Restaurant", wo um 22Uhr eine "Tanzeinlage" fuer Mann und Frau begann. Es war lustig und eine aussergewoehnliche Erfahrung, auch wenn es im Nachhinein ein bisschen komisch war. Und NEIN, es hat niemand nackt oder oberkoerperfrei getanzt.
Diesen Freitag ging es mit Erlaubnis von Don Goyo, der naemlich dann ueber Nacht in Horizontes bleiben musste, mit allen Erziehern hoch auf "den Vulkan", ueber Comayagua in das Haus der Chefin der Fundation um Brunos und meinen Abschied schon einmal inoffiziell zu feiern. Wir haben das Level, gemaess Horizontesstandarts, hochgehalten und uns dementsprechend gut amuesiert. Jani war leider nicht dabei, weil sie gluecklicherweise nicht wie ich arbeiten musste und nach Ceiba zum Carneval fur. Bin ein bisschen neidisch.
Ja, und dann ging es am Sonntag noch nach Eureka, einem Schwimmbad wo wir zu Weihnachten schon einmal waren als kleine oder grosse Praemie, weil sich die Jungs in letzter Zeit so gut benehmen. Auch das war ein Spass, wie die Ausfluege eigentlich immer sind, weil man mal rauskommt und die Jungs sich austoben koennen. Leider haben wir uns fast alle, trotz Sonnencreme, beim vielen Baden den Ruecken etwas verbrannt.
Ja, in Horizontes geht alles seinen gewohnten Gang, nur ist es vergleichweise ruhiger geworden. Man sieht also wirklich einen Wandel. Seit Mitte letzter Woche haben wir aber nun einen harten Auftrag von Don Goyo dazugekriegt. Juan Ramón(14) hatte Don Goyo mit einem sehr Slangmaessigen "¿Que pedo?, Don Goyo." - zu deutsch "Was Furz, Don Goyo" begruesst und hatte vorher noch in Reichweite von Don Goyo einen Kameraden mit "Hijo de Puta" beschimpft; das lasse ich mal unuebersetzt. Seitdem haben wir die Aufgabe jeden Jungen aufzuschreiben, der ein Schimpfwort benutzt, und als Strafe muessen die gesammelten Bestraften am Ende des Tages in ihrer Freizeit in die Bibliothek und 100x Saetze wie "Ich soll und kann sehr schoen sprechen." oder "Ich darf nicht schlecht reden." kopieren. Am Anfang schien es Aussichts los, aber mittlerweile kriegen sie echt mit wie oft und wie normal sie irgendwelche Schimpfwoerter in ihrem Vokabular haben.
Naja, jetzt seht ihr, wenn wir uns nun schon auf so einer intelektuellen Ebene Strafen ausdenken muessen, koennen die anderen Probleme nicht mehr so gross sein. :D
Ja, als meine Familia da war habe ich mich im Parque Central eine ganze Weile mit zwei Strassenkindern unterhalten und schwupp die wupp ist der eine bei uns. Natuerlich nicht wegen mir, wollte nur den netten Zufall erzaehlen. Und Daniel ist mir auch ziemlich ans Herz gewachsen in seinen ersten zwei Wochen. Aber wer waechst einem in so einem Projekt schon nicht ans Herz.
Naja, gerade eben habe ich jedenfalls den anderen Kleinen mit zwei neuen Freunden dreckig und barfuss im Parque gesehen und mich ein bisschen unterhalten. Und dann kam Selma, eine nette Eisverkaeuferin am Parque, die schon einige Male mithalf Jungs bei uns unterzubringen, die mich fragte: "Und was machen wir, dass Don Goyito die mit zu sich nimmt?" und dann meinte einer ganz kess: "Ach, der alte Glatzkopf, der faengt uns nicht, da rennen wir lieber weg." Irgendwann landet dann aber doch der ein oder andere bei uns.
So, jetzt wisst ihr wie es zur Zeit laeuft, von der Arbeit fehlt jetzt leider nicht ein mal mehr ein Monat; danach geht es auf Reise. Bin auch gerade dabei mich an den Unis zu bewerben.
Fotos konnte ich aus technischen Gruenden vom Ausflug nach Santa Lucia und der Party leider nicht hochstellen, mache das aber noch.
Liebe Gruesse an euch alle,
euer John
Dienstag, 12. Mai 2009
¿¡ Memorandum an Alberto - oder - vom Strassenjungen zum Charaktermillionaer !?
Freunde des bloegischen Lesens,
es folgt ein kleiner Einblick in Horizontes al Futuro:
Gestern verabschiedete sich Alberto(19) von uns, nachdem er in neun Jahren in Horizontest einen menschlichen, grossen Wandel vollzogen hat. Ich kann zwar nur einen kleinen Teil dieser neun Jahre beurteilen, aber allen die mit ihm zu tun hatten ist Alberto sehr doll ans Herz gewachsen. Den honduranischen Educadoren und auch den verschiedensten internationalen Freiwilligen. Alberto war in meinem Hogar(Haus); daher kannte ich ihn also...
Vor neun Jahren kam Alberto in Horizontes an, nachdem er auf der Strasse gelandet war, weil sein Vater ein Saeufer war und seine Mutter sich nicht um ihn kuemmern konnte. Bruder von sieben Geschwistern wurde er dann einer von circa 40.
Auf der Strasse hat er geklaut, geraucht, ueberfallen, Klebstoff inhaliert, Kokain genommen und Marihuana geraucht. Seiner Familie war "Mord und Totschlag" und naheliegende Sachen weniger als fremd.
Nun ergab sich die Lage, dass einer seiner Brueder verschied, und andere zwei aeltere Brueder, die im Dorf der Mutter wohnen, sich so gut wie nicht um die kuemmerten und sie nun totalmente allein war. Ohne Geld und ohne Gesellschaft.
So bat Alberto um Erlaubnis nach hause zurueckzukehren um in einer Schweisserei(er ist gelernter Schweisser) unter Vertrag zu arbeiten um so seiner Mutter zu helfen. Und nachdem Don Goyo mit unserer Hilfe pruefte ob es nicht vielleicht andere Gruende fuer diesen Wunsch gab liess er ihn seines Weges ziehen.
Alberto verabschiedete sich unter fliessenden Traenen von allen gestern zum Mittag und bedankte sich unendlich fuer alles das, was Horizontes ihm gegeben hat und gab uns Voluntarios und Educadores eine sehr feste Umarmung mit dem Versprechen das Projekt, und vor allem Don Goyo bald wieder besuchen zu kommen.
Nur, dass ihr mal seht, wie es aussehen kann, die erfolgreiche Arbeit; soweit wie man es beurteilen kann. Denn Alberto ist ein sehr temperamentvoller und impulsiver Mensch, der aber hoffentlich durch sein Leben in Horizontes immer den Rueckhalt und die Bodenhaftung spueren wird.
Ansonsten geht´s mir wie immer sehr gut, jeden Tag ein neuer Kampf.
Liebe Gruesse aus dem nun nassheissen Honduras
Ps: Wir waren am letzten freien Wochenende wieder auf dem schoensten Platz Honduras´, den Cayos Cochinos, habe die Zeit aber genossen und war deshalb zu faul Fotos zu machen - Sorry!
es folgt ein kleiner Einblick in Horizontes al Futuro:
Gestern verabschiedete sich Alberto(19) von uns, nachdem er in neun Jahren in Horizontest einen menschlichen, grossen Wandel vollzogen hat. Ich kann zwar nur einen kleinen Teil dieser neun Jahre beurteilen, aber allen die mit ihm zu tun hatten ist Alberto sehr doll ans Herz gewachsen. Den honduranischen Educadoren und auch den verschiedensten internationalen Freiwilligen. Alberto war in meinem Hogar(Haus); daher kannte ich ihn also...
Vor neun Jahren kam Alberto in Horizontes an, nachdem er auf der Strasse gelandet war, weil sein Vater ein Saeufer war und seine Mutter sich nicht um ihn kuemmern konnte. Bruder von sieben Geschwistern wurde er dann einer von circa 40.
Auf der Strasse hat er geklaut, geraucht, ueberfallen, Klebstoff inhaliert, Kokain genommen und Marihuana geraucht. Seiner Familie war "Mord und Totschlag" und naheliegende Sachen weniger als fremd.
Nun ergab sich die Lage, dass einer seiner Brueder verschied, und andere zwei aeltere Brueder, die im Dorf der Mutter wohnen, sich so gut wie nicht um die kuemmerten und sie nun totalmente allein war. Ohne Geld und ohne Gesellschaft.
So bat Alberto um Erlaubnis nach hause zurueckzukehren um in einer Schweisserei(er ist gelernter Schweisser) unter Vertrag zu arbeiten um so seiner Mutter zu helfen. Und nachdem Don Goyo mit unserer Hilfe pruefte ob es nicht vielleicht andere Gruende fuer diesen Wunsch gab liess er ihn seines Weges ziehen.
Alberto verabschiedete sich unter fliessenden Traenen von allen gestern zum Mittag und bedankte sich unendlich fuer alles das, was Horizontes ihm gegeben hat und gab uns Voluntarios und Educadores eine sehr feste Umarmung mit dem Versprechen das Projekt, und vor allem Don Goyo bald wieder besuchen zu kommen.
Nur, dass ihr mal seht, wie es aussehen kann, die erfolgreiche Arbeit; soweit wie man es beurteilen kann. Denn Alberto ist ein sehr temperamentvoller und impulsiver Mensch, der aber hoffentlich durch sein Leben in Horizontes immer den Rueckhalt und die Bodenhaftung spueren wird.
Ansonsten geht´s mir wie immer sehr gut, jeden Tag ein neuer Kampf.
Liebe Gruesse aus dem nun nassheissen Honduras
Ps: Wir waren am letzten freien Wochenende wieder auf dem schoensten Platz Honduras´, den Cayos Cochinos, habe die Zeit aber genossen und war deshalb zu faul Fotos zu machen - Sorry!
Dienstag, 5. Mai 2009
noch mehr fotos
jetzt hat's doch geklappt. por fin.
also auch gleich hinterher die fotos vom schoenen papa-urlaub. :)
also auch gleich hinterher die fotos vom schoenen papa-urlaub. :)
![]() |
| urlaub mit papa |
endlich fotos!
vom wundervollen urlaub mit meiner mama, uwe und meinem bruder gibt's jetzt die fotos.
die von papa habe ich irgendwie nicht online gestellt bekommen. vielleicht kriegt es ja john spaeter noch hin.
¡disfrutenlas!
jani/jule
die von papa habe ich irgendwie nicht online gestellt bekommen. vielleicht kriegt es ja john spaeter noch hin.
¡disfrutenlas!
jani/jule
![]() |
| urlaub mit mama |
Dienstag, 21. April 2009
meine reise mit reisegruppe 2
¡buenas!
auch ich habe fast zwei wochen reise hinter mir und kann gar nicht glauben, dass jetzt nur noch 2 monate arbeit vor mir liegen. nachdem ich reisegruppe 1 (papa und rike) vor drei wochen verabschiedet hatte, folgte eine woche spaeter reisegruppe 2 mit meiner mama, meinem bruederchen coerni und uwe. ich habe mich so gefreut sie zu sehen und mussten sie zahlreiche berichte meines aufenthaltes hier in honduras ueber sich ergehen lassen. doch gleich seit dem ersten tag konnten sie sich ein ganz eigenes bild von dem exotischen mittelamerikanischen land machen. uns verschlug es wie john ersteinmal an die karibikkueste, wo uns die stadt "tela" sowohl schweisstriefenbd heisse als auch stuermisch verregnete tage bot, doch nutzten wir die zeit perfekt, um "punta sal" mit affen, weissen straenden und tuerkisblauem wasser und den botanischen garten mit litschees und bambuswaeldern zu geniessen. in "la ceiba" stellte ich meine lieben auf eine harte probe und liessen wir uns im sogenannten "banana republic" nieder, was uns wohl noch lange im gedaechtnis bleiben wird. ein hostel mit vielen backpackern und unglaublich gechiiiiiillten typen - aber toll. von dort aus machten wir wie john eine tour auf die "cayos cochinos" und sah ich dort den schoensten strand ever. er war einfach traumhaft (stimmt's coerni?) puderig und koennte man so weit auf's blaue meer schauen (ich hoffe, ich schaffe es die bilder online zu stellen). ausserdem stand auch die "cuero y salado - tour" auf dem programm- mit dabei schildkroeten, wunderschoenste schmetterlinge (die waren super farbig), krokodile und bruellaffen. mit einem kleinen tuckerzug wurden wir hin und zurueck gefahren, was die ganze sache noch spannender machte, da um uns rum eigentlich nur sumpf war. nachdem wir johnny und seine familia getroffen hatten, ging's bei uns im auto weiter nach "copán ruínas" - eine so suesse stadt - und sahen uns die ruinen an, die ich aber wohl atemberaubend fand. :) in gracias verbrachten wir ein paar schoene tage im mediterranisch angehauchten aguas termales und ging's von comayagua nach taulabé und zum "lago de yojoa", wo wir durch den nationalpark "los naranjos" ein bisschen dschungelflair und den wasserfall "pulhapanzak" abenteuer zu spueren bekamen. als dann der letzte tag anbrach, fiel mir der abschied doch arg schwer und konnte es nicht ohne traenen enden. ich bin wirklich sehr froh, dass meine familie hergekommen ist und sich ein bild von dem machen konnte, was ich hier erlebe. es ist doch wirklich sehr unterschiedlich zum deutschen leben und kann man sich alleine von erzaehlungen kaum vorstellen, wie es hier ist.
jetzt folgen noch ein paar schoene wochenenden. dieses bleib ich in taulabé, weil hier grosses dorffest ist - das darf man ja nicht verpassen.
¡muchos besos!
jule/jani
auch ich habe fast zwei wochen reise hinter mir und kann gar nicht glauben, dass jetzt nur noch 2 monate arbeit vor mir liegen. nachdem ich reisegruppe 1 (papa und rike) vor drei wochen verabschiedet hatte, folgte eine woche spaeter reisegruppe 2 mit meiner mama, meinem bruederchen coerni und uwe. ich habe mich so gefreut sie zu sehen und mussten sie zahlreiche berichte meines aufenthaltes hier in honduras ueber sich ergehen lassen. doch gleich seit dem ersten tag konnten sie sich ein ganz eigenes bild von dem exotischen mittelamerikanischen land machen. uns verschlug es wie john ersteinmal an die karibikkueste, wo uns die stadt "tela" sowohl schweisstriefenbd heisse als auch stuermisch verregnete tage bot, doch nutzten wir die zeit perfekt, um "punta sal" mit affen, weissen straenden und tuerkisblauem wasser und den botanischen garten mit litschees und bambuswaeldern zu geniessen. in "la ceiba" stellte ich meine lieben auf eine harte probe und liessen wir uns im sogenannten "banana republic" nieder, was uns wohl noch lange im gedaechtnis bleiben wird. ein hostel mit vielen backpackern und unglaublich gechiiiiiillten typen - aber toll. von dort aus machten wir wie john eine tour auf die "cayos cochinos" und sah ich dort den schoensten strand ever. er war einfach traumhaft (stimmt's coerni?) puderig und koennte man so weit auf's blaue meer schauen (ich hoffe, ich schaffe es die bilder online zu stellen). ausserdem stand auch die "cuero y salado - tour" auf dem programm- mit dabei schildkroeten, wunderschoenste schmetterlinge (die waren super farbig), krokodile und bruellaffen. mit einem kleinen tuckerzug wurden wir hin und zurueck gefahren, was die ganze sache noch spannender machte, da um uns rum eigentlich nur sumpf war. nachdem wir johnny und seine familia getroffen hatten, ging's bei uns im auto weiter nach "copán ruínas" - eine so suesse stadt - und sahen uns die ruinen an, die ich aber wohl atemberaubend fand. :) in gracias verbrachten wir ein paar schoene tage im mediterranisch angehauchten aguas termales und ging's von comayagua nach taulabé und zum "lago de yojoa", wo wir durch den nationalpark "los naranjos" ein bisschen dschungelflair und den wasserfall "pulhapanzak" abenteuer zu spueren bekamen. als dann der letzte tag anbrach, fiel mir der abschied doch arg schwer und konnte es nicht ohne traenen enden. ich bin wirklich sehr froh, dass meine familie hergekommen ist und sich ein bild von dem machen konnte, was ich hier erlebe. es ist doch wirklich sehr unterschiedlich zum deutschen leben und kann man sich alleine von erzaehlungen kaum vorstellen, wie es hier ist.
jetzt folgen noch ein paar schoene wochenenden. dieses bleib ich in taulabé, weil hier grosses dorffest ist - das darf man ja nicht verpassen.
¡muchos besos!
jule/jani
¡Urlaub!
Hola Amigos,
jetzt gilt es sich noch einmal animieren und nicht zu sehr die vergangenen zwei Wochen Hondurasschlendern vermissen und sich noch einmal auf´s Arbeiten zu konzentrieren. Denn gerade eben sozusagen sind meine Eltern und Pauli mit AA56 nach Miami, Florida geflogen und ich bin sozusagen vor dem Sprung zurueck ins Arbeitsleben.
Rueckblickend war der Urlaub, obwohl organisatorisch manchmal anstrengen - ich war ja der einzige Spanischsprechende - doch cool.
Nach dem sich die drei an die ueber den grauen Haueser haengenden Kabel San Pedros gewoehnt hatten ging es naemlich durch unzaehlbare Polizeikontrollen(auf der Strasse) in das kleine, schoene Gracias, Lempiras. Dort bestiegen wir den "Cerro de las Minas" im Nationalpark Montaña Celaque. Ich haette nicht gedacht, dass meine beiden Alten HerrIn das nun doch schon so sehr mitnimmt, denn die vier Stunden hoch und am naechsten Tag wieder herunter schafften sie doch merklich. Zu ihrer Verteidigung: Sie hatten den Flug noch in den Beinen. Ein erwaehnenswerter Zwischenfall: Auf dem Abstieg(eigentlich ein Hoch und Runter), spuerten Pauli und Papa uebrigens auch am eigenen Leibe, was man wohl "Reisekrankheit" nennt xD.
Nach der aber trotzallem wuenderschoenen Wanderung durch den "Nebeldschungel" ging es dann nach Copán Ruínas. Am Karfreitag kamen wir (halb)trampend von dort aus nach Chiquimula, Guatemala und zurueck und guckten uns am spaeten Nachmittag die schoenen, wenn auch nicht Atemberaubenden, Maya-Ruinen an. Es war den Eintritt wert!
Ueber San Pedro Sula ging, wo wir die Hellfors-Materna-Clique das erste mal trafen ging es dann nach Tornabé an die Karibik und am naechsten Tag mit Leas Familie(die wir schon in Copán trafen) in den Nationalpark auf der Halbinsel "Punta Sal". Neben wilden Affen und giftigen Tigerspinnen im tropischen Regenwald gab es noch wunderschoene kaum zu uebertreffende weisse Karibikstraende. An einem dieser Straende schliefen wir dann, wobei schlafen nicht der richtige Ausdruck ist. Am Abend verweigerten wir uns das mitgebrachte Zelt aufzubauen, da eine leichte Brise wehte und es ja auch cooler ist auf Haengematten und unter Palmen zu schlafen. Als die Brise im zehn Uhr Abends dann aber vergangen war, war es nicht mehr so cool, da die Sandfliegen herauskamen. Pauli und Papa raubten sie stechend den gesamten Schlaf, Mama verkuerzten sie ihn und ich legte mich auf einen kleine Steg und lies das teilweise ueber mich schwappende Wasser die Fliegen vertreiben.
Von Punta Sal aus ging es nach "Cuero y Salado". Bei der morgendlichen Kanutour standen wieder Affen, Nasenbaer und ein (leider) weitentferntes Krokodil auf dem Programm.
Ueber "Pico Bonito"(Dschungel und Flussschwimmen) ging es dann ueber La Ceiba in Richtung des kleinen Ortes "Nueva Armenia". Es handelt sich auch hier um ein Garifuna(schwarze Einwohner(schon drueber berichtet))-Dorf, von dem wir aus mit einer Nussschale und ohne Schwimmweste von einem der Einwohner auf die "Cayos Cochinos" gefahren wurden. Es handelt sich hierbei um 13 Mini-Inseln, sogenannte Atolle, die bisher alles uebertroffen haben was ich hier gesehen habe. Das Wasser uebertraf sogar noch das am Punta Sal und man fuehlte sich im Paradies. Wir uebernachteten auf dem einzigen nichtprivaten Cayo - Chachahuate. Es hat ungefaehr die Groesse eines, sagen wir, Fussballfeldes und ist besetzt mit circa 20 Huetten aus Palmenblaettern. Es gibt 100 Garifuna, die diese Insel bewohnen. Carolina, eine von ihnen, liess uns bei sich schlafen und vollstaendig war die voll aussergewoehnlichste Nacht des Urlaubs.
Nach der tollen Woche zwischen Punta Sal und Cayos Cochinos ging es dann zum letzten Abspannen an den Lago de Yojoa wo fuer uns das Hotel sozusagen mit der Hellfors-Materna-Reisegruppe teilten. Hinter den Pulhapanzak-Wasserfall fuehrte ich Pauli am naechsten morgen.
Von dort aus begann fuer mich dann wirklich das relative Ende der Reise denn es ging zur Projektbesichtigung nach Horizontes. Meine Familie kriegte wohl doch einen kleinen, aber positiven Schreck von unseren Jungs. Papa wohl nicht damit gerechnet, dass 41 Strassenjungs anstrengender sein koennten als seine beiden Musterknaben ;-).
Zu allem Ueberfluss wurde die Reise am letzten Tag dann aber doch noch ein wenig ueberschattet, da uns auf dem Weg zum Autoabgeben jemand auffuhr und die Beule nich auf seine Kappe nehmen wollte. Es gab ein wenig menschliche Ueberhitzung, Einschreitung des Verleihers und das Problem wurde auf des Schuldigen Kosten geloest.
So endete der Urlaub heute um 6.45Uhr mit dem Abschied, den meine Mama, selbst mit nur noch vier Monaten in Aussicht nicht ohne Traenen ueberstand.
Jetzt bin ich das von mir gefuehrte 3er-Pack wieder los und muss wieder nur fuer einen reden. Trotzallem hatte ich eine sehr tolle Zeit mit den dreien. Nun gibt es noch einmal ein bisschen mehr als zwei Monate Arbeit, auf das ich mich freue und danach die viele Zeit zum Reisen, auf die ich mich natuerlich auch freue.
Fotos diesmal nicht digital, sind per Flieger nach Deutschland unterwegs.
Viele Gruesse aus dort wo die Museen brennen,
¡Cuidense!,
Johnna
jetzt gilt es sich noch einmal animieren und nicht zu sehr die vergangenen zwei Wochen Hondurasschlendern vermissen und sich noch einmal auf´s Arbeiten zu konzentrieren. Denn gerade eben sozusagen sind meine Eltern und Pauli mit AA56 nach Miami, Florida geflogen und ich bin sozusagen vor dem Sprung zurueck ins Arbeitsleben.
Rueckblickend war der Urlaub, obwohl organisatorisch manchmal anstrengen - ich war ja der einzige Spanischsprechende - doch cool.
Nach dem sich die drei an die ueber den grauen Haueser haengenden Kabel San Pedros gewoehnt hatten ging es naemlich durch unzaehlbare Polizeikontrollen(auf der Strasse) in das kleine, schoene Gracias, Lempiras. Dort bestiegen wir den "Cerro de las Minas" im Nationalpark Montaña Celaque. Ich haette nicht gedacht, dass meine beiden Alten HerrIn das nun doch schon so sehr mitnimmt, denn die vier Stunden hoch und am naechsten Tag wieder herunter schafften sie doch merklich. Zu ihrer Verteidigung: Sie hatten den Flug noch in den Beinen. Ein erwaehnenswerter Zwischenfall: Auf dem Abstieg(eigentlich ein Hoch und Runter), spuerten Pauli und Papa uebrigens auch am eigenen Leibe, was man wohl "Reisekrankheit" nennt xD.
Nach der aber trotzallem wuenderschoenen Wanderung durch den "Nebeldschungel" ging es dann nach Copán Ruínas. Am Karfreitag kamen wir (halb)trampend von dort aus nach Chiquimula, Guatemala und zurueck und guckten uns am spaeten Nachmittag die schoenen, wenn auch nicht Atemberaubenden, Maya-Ruinen an. Es war den Eintritt wert!
Ueber San Pedro Sula ging, wo wir die Hellfors-Materna-Clique das erste mal trafen ging es dann nach Tornabé an die Karibik und am naechsten Tag mit Leas Familie(die wir schon in Copán trafen) in den Nationalpark auf der Halbinsel "Punta Sal". Neben wilden Affen und giftigen Tigerspinnen im tropischen Regenwald gab es noch wunderschoene kaum zu uebertreffende weisse Karibikstraende. An einem dieser Straende schliefen wir dann, wobei schlafen nicht der richtige Ausdruck ist. Am Abend verweigerten wir uns das mitgebrachte Zelt aufzubauen, da eine leichte Brise wehte und es ja auch cooler ist auf Haengematten und unter Palmen zu schlafen. Als die Brise im zehn Uhr Abends dann aber vergangen war, war es nicht mehr so cool, da die Sandfliegen herauskamen. Pauli und Papa raubten sie stechend den gesamten Schlaf, Mama verkuerzten sie ihn und ich legte mich auf einen kleine Steg und lies das teilweise ueber mich schwappende Wasser die Fliegen vertreiben.
Von Punta Sal aus ging es nach "Cuero y Salado". Bei der morgendlichen Kanutour standen wieder Affen, Nasenbaer und ein (leider) weitentferntes Krokodil auf dem Programm.
Ueber "Pico Bonito"(Dschungel und Flussschwimmen) ging es dann ueber La Ceiba in Richtung des kleinen Ortes "Nueva Armenia". Es handelt sich auch hier um ein Garifuna(schwarze Einwohner(schon drueber berichtet))-Dorf, von dem wir aus mit einer Nussschale und ohne Schwimmweste von einem der Einwohner auf die "Cayos Cochinos" gefahren wurden. Es handelt sich hierbei um 13 Mini-Inseln, sogenannte Atolle, die bisher alles uebertroffen haben was ich hier gesehen habe. Das Wasser uebertraf sogar noch das am Punta Sal und man fuehlte sich im Paradies. Wir uebernachteten auf dem einzigen nichtprivaten Cayo - Chachahuate. Es hat ungefaehr die Groesse eines, sagen wir, Fussballfeldes und ist besetzt mit circa 20 Huetten aus Palmenblaettern. Es gibt 100 Garifuna, die diese Insel bewohnen. Carolina, eine von ihnen, liess uns bei sich schlafen und vollstaendig war die voll aussergewoehnlichste Nacht des Urlaubs.
Nach der tollen Woche zwischen Punta Sal und Cayos Cochinos ging es dann zum letzten Abspannen an den Lago de Yojoa wo fuer uns das Hotel sozusagen mit der Hellfors-Materna-Reisegruppe teilten. Hinter den Pulhapanzak-Wasserfall fuehrte ich Pauli am naechsten morgen.
Von dort aus begann fuer mich dann wirklich das relative Ende der Reise denn es ging zur Projektbesichtigung nach Horizontes. Meine Familie kriegte wohl doch einen kleinen, aber positiven Schreck von unseren Jungs. Papa wohl nicht damit gerechnet, dass 41 Strassenjungs anstrengender sein koennten als seine beiden Musterknaben ;-).
Zu allem Ueberfluss wurde die Reise am letzten Tag dann aber doch noch ein wenig ueberschattet, da uns auf dem Weg zum Autoabgeben jemand auffuhr und die Beule nich auf seine Kappe nehmen wollte. Es gab ein wenig menschliche Ueberhitzung, Einschreitung des Verleihers und das Problem wurde auf des Schuldigen Kosten geloest.
So endete der Urlaub heute um 6.45Uhr mit dem Abschied, den meine Mama, selbst mit nur noch vier Monaten in Aussicht nicht ohne Traenen ueberstand.
Jetzt bin ich das von mir gefuehrte 3er-Pack wieder los und muss wieder nur fuer einen reden. Trotzallem hatte ich eine sehr tolle Zeit mit den dreien. Nun gibt es noch einmal ein bisschen mehr als zwei Monate Arbeit, auf das ich mich freue und danach die viele Zeit zum Reisen, auf die ich mich natuerlich auch freue.
Fotos diesmal nicht digital, sind per Flieger nach Deutschland unterwegs.
Viele Gruesse aus dort wo die Museen brennen,
¡Cuidense!,
Johnna
Mittwoch, 1. April 2009
sonne,strand und meer
preciosos,
nun auch von mir ein kurzes update ueber die neuesten geschehnisse.
vor zwei wochen kam mein lieber papa zu besuch. ich glaube schon die ersten tage haben ihn und rike ganz schoen umgeworfen, so mit besuch der gastfamilie und meiner schule. ja, honduraner haben eben schon ein anderes temperament als wir deutschen. :) danach sind wir den grossen wasserfall "puhapanzak" hier ganz bei mir in der naehe und comayagua angucken gefahren und schliesslich nach gracias, wo wir in den heissen quellen badeten (da war es noch so kalt, dass man da rein gehen wollte, jetzt weiss ich nicht. ob ich das wollen wuerde so heiss ist es hier) und uns die stadt ansahen. ziemlich schnell ging es dann aber weiter bis zu "copán ruínas", wo wir die alten mayastaetten hier in honduras bewundern konnten. die stadt ist uebrigens auch ganz nett und haben wir die zeit dort wirklich genossen. dirket im anschluss machten wir uns auf den weg zur atlantikkueste und einen kurzen stopp in "tela" und einem der garífunadoerfer "tornabé" . im anschluss ging's mit der faehre auf die groesste der bay islands "roatán". da war es einfach nur traumhaft!! ich habe noch nie so tolle straende gesehen. das war wirklich marke tui-katalog-titelseite. ganz toll! wir haben in unserem schoenen hotel auf dem balkon gefruehstueckt, uns am strand braten lassen, von weitem delphine hoppsen sehen, sind rumgeschnorchelt, mit dem kayak ueber die wellen geritten, auf seilen durch den dschungel gezischt und knackig braun geworden - besonders die beiden, so kaesig, wie sie aus dem kalten deustchland ankamen. :) nach 5 tagen purestem karibikurlaub kam mir dann der abschied doch ein bisschen ploetzlich und war ich furchtbar traurig mich von den beiden wieder verabschieden zu muessen. das haette ich gar nicht von mir gedacht. jetzt hat sich lea heute morgen nach guatemala verabschiedet und muss ich zwei tage alleine zur arbeit, aber dann kommen ja schon mama und cornelius und uwe und dann ist wieder alles schick.
heissteste gruesse. es ist so heiss hier!
jani/jule
nun auch von mir ein kurzes update ueber die neuesten geschehnisse.
vor zwei wochen kam mein lieber papa zu besuch. ich glaube schon die ersten tage haben ihn und rike ganz schoen umgeworfen, so mit besuch der gastfamilie und meiner schule. ja, honduraner haben eben schon ein anderes temperament als wir deutschen. :) danach sind wir den grossen wasserfall "puhapanzak" hier ganz bei mir in der naehe und comayagua angucken gefahren und schliesslich nach gracias, wo wir in den heissen quellen badeten (da war es noch so kalt, dass man da rein gehen wollte, jetzt weiss ich nicht. ob ich das wollen wuerde so heiss ist es hier) und uns die stadt ansahen. ziemlich schnell ging es dann aber weiter bis zu "copán ruínas", wo wir die alten mayastaetten hier in honduras bewundern konnten. die stadt ist uebrigens auch ganz nett und haben wir die zeit dort wirklich genossen. dirket im anschluss machten wir uns auf den weg zur atlantikkueste und einen kurzen stopp in "tela" und einem der garífunadoerfer "tornabé" . im anschluss ging's mit der faehre auf die groesste der bay islands "roatán". da war es einfach nur traumhaft!! ich habe noch nie so tolle straende gesehen. das war wirklich marke tui-katalog-titelseite. ganz toll! wir haben in unserem schoenen hotel auf dem balkon gefruehstueckt, uns am strand braten lassen, von weitem delphine hoppsen sehen, sind rumgeschnorchelt, mit dem kayak ueber die wellen geritten, auf seilen durch den dschungel gezischt und knackig braun geworden - besonders die beiden, so kaesig, wie sie aus dem kalten deustchland ankamen. :) nach 5 tagen purestem karibikurlaub kam mir dann der abschied doch ein bisschen ploetzlich und war ich furchtbar traurig mich von den beiden wieder verabschieden zu muessen. das haette ich gar nicht von mir gedacht. jetzt hat sich lea heute morgen nach guatemala verabschiedet und muss ich zwei tage alleine zur arbeit, aber dann kommen ja schon mama und cornelius und uwe und dann ist wieder alles schick.
heissteste gruesse. es ist so heiss hier!
jani/jule
El Salvador, Arbeit, Ostern
Hey liebe Freunde des bloegischen Lesens,
heute, so kurz vor meinem naechsten Wochenende kommt nochmal schnell ein kurzes Update meines honduranischen Lebens.
Am letzen Wochenende, Jule war mit ihrem besuchenden Papa unterwegs, habe ich mich mit Bruno und einem anderen deutschen Freiwilligen am Donnerstag Nachmittag ueber Marcala auf den Weg nach El Salvador gemacht. Das kleinste Land Mittelamerikas hat trotz seiner geringen Groesse einiges an menschlichem Potenzial und chilligen Pazifikstraenden zu bieten gehabt. Am Freitag deckten wir uns auf dem Markt San Miguels, 3.groesste Stadt, mit Fruechten ein. In El Espino, einem Ort direkt am Pazifik kamen wir am spaeten Nachmittag an, wo wir uns ein Zimmer und drei Haengematten mieteten. Im Zimmer verstauten wir unser Gepaeck und die Haengematten haengten wir am Strand auf und machten es uns in ihnen die naechsten 36 Stunden gemuetlich. Mit einigen kleinen Unterbrechungen zum Baden und Essen. Das Wetter war sonnig und heiss, vergleichend mit dem Sueden Honduras. Wie auch immer, aufgrund des geringen Sightseeingaufwands, ich betrachtete mehr mein Buch als die Sehenswuerdigkeiten des Dorfes, war es ein sehr erholsames und entspannendes Wochenende.
Nur die Sonne verbrannte mir die Ohren; wer kremt sich schon die Ohren ein!?
Arbeitstechnisch fingen nach diesem Wochenende zwei Wochen mit Hoehen und Tiefen an. Wie, kann ich jetzt gar nicht so beschreiben, aber wir freuen uns jetzt alle auf die Osterferien, in denen wir abwechselnd immer nur zu zweit arbeiten und den Rest freihaben, weil sehr viele Jungs nach hause fahren. Ja, sogar Thierry hat es einmal fuer einen Abend die "Socken ausgezogen" und er meinte er hat keinen "animo" mehr. Und das soll schon was heissen. Naja, ist aber nicht so schlimm, so ist die Arbeit, und so ist sie auch weiterhin schoen. Anstrengend und schoen.
Am Samstag wollten wir als Nachfeier von Don Goyos Geburtstag und dem letzten Wochenende vor den Ferien eigentlich mit dem Projekt an den Strand fahren. Da die Strassen aber in Richtung Strand so schlecht sind und man mit einem alten Amibus zu lange gebraucht haette um einen Tag auszukosten wurde der Plan kurzfristig geaendert und wir fuhren zum Sightseeing nach Tegucigalpa und danach in ein Freizeitpaerkchen mit Freibad. Es war cool und wir hatten alle Spass.
Ja, also wie gesagt, naechste Woche gibt es dann fuer alle Mitarbeiter 2,5Tage Arbeit und den Rest der Tage frei, also 5,5Tage frei. Ich werde also nicht direkt ins Wochenende fahren, sondern in die Ferien am Samstag, Sonntag und Montag reinarbeiten und mich am Montag Nachmittag auf den Weg nach San Pedro Sula machen um meine Eltern und Pauli vom Flughafen abzuholen. Die kommen mich naemlich besuchen. Und nach den eigentlichen Ferien bin ich dann noch so dreist und nehme noch einmal eine Woche mehr frei um meiner Familie Land und Leute zu zeigen. Die sind glaube ich schon ganz schoen aufgeregt, und ich auch ein bisschen.
Alles klar, ich wuensche euch jedenfalls allen eine besinnliche Karwoche und gesegnete und frohe Ostern,
aus dem nun sehr heissen Honduras,
euer John
heute, so kurz vor meinem naechsten Wochenende kommt nochmal schnell ein kurzes Update meines honduranischen Lebens.
Am letzen Wochenende, Jule war mit ihrem besuchenden Papa unterwegs, habe ich mich mit Bruno und einem anderen deutschen Freiwilligen am Donnerstag Nachmittag ueber Marcala auf den Weg nach El Salvador gemacht. Das kleinste Land Mittelamerikas hat trotz seiner geringen Groesse einiges an menschlichem Potenzial und chilligen Pazifikstraenden zu bieten gehabt. Am Freitag deckten wir uns auf dem Markt San Miguels, 3.groesste Stadt, mit Fruechten ein. In El Espino, einem Ort direkt am Pazifik kamen wir am spaeten Nachmittag an, wo wir uns ein Zimmer und drei Haengematten mieteten. Im Zimmer verstauten wir unser Gepaeck und die Haengematten haengten wir am Strand auf und machten es uns in ihnen die naechsten 36 Stunden gemuetlich. Mit einigen kleinen Unterbrechungen zum Baden und Essen. Das Wetter war sonnig und heiss, vergleichend mit dem Sueden Honduras. Wie auch immer, aufgrund des geringen Sightseeingaufwands, ich betrachtete mehr mein Buch als die Sehenswuerdigkeiten des Dorfes, war es ein sehr erholsames und entspannendes Wochenende.
Nur die Sonne verbrannte mir die Ohren; wer kremt sich schon die Ohren ein!?
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| El Espino, El Salvador |
Arbeitstechnisch fingen nach diesem Wochenende zwei Wochen mit Hoehen und Tiefen an. Wie, kann ich jetzt gar nicht so beschreiben, aber wir freuen uns jetzt alle auf die Osterferien, in denen wir abwechselnd immer nur zu zweit arbeiten und den Rest freihaben, weil sehr viele Jungs nach hause fahren. Ja, sogar Thierry hat es einmal fuer einen Abend die "Socken ausgezogen" und er meinte er hat keinen "animo" mehr. Und das soll schon was heissen. Naja, ist aber nicht so schlimm, so ist die Arbeit, und so ist sie auch weiterhin schoen. Anstrengend und schoen.
Am Samstag wollten wir als Nachfeier von Don Goyos Geburtstag und dem letzten Wochenende vor den Ferien eigentlich mit dem Projekt an den Strand fahren. Da die Strassen aber in Richtung Strand so schlecht sind und man mit einem alten Amibus zu lange gebraucht haette um einen Tag auszukosten wurde der Plan kurzfristig geaendert und wir fuhren zum Sightseeing nach Tegucigalpa und danach in ein Freizeitpaerkchen mit Freibad. Es war cool und wir hatten alle Spass.
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| Horizontes al Futuro (Paseo a Tegucigalpa) |
Ja, also wie gesagt, naechste Woche gibt es dann fuer alle Mitarbeiter 2,5Tage Arbeit und den Rest der Tage frei, also 5,5Tage frei. Ich werde also nicht direkt ins Wochenende fahren, sondern in die Ferien am Samstag, Sonntag und Montag reinarbeiten und mich am Montag Nachmittag auf den Weg nach San Pedro Sula machen um meine Eltern und Pauli vom Flughafen abzuholen. Die kommen mich naemlich besuchen. Und nach den eigentlichen Ferien bin ich dann noch so dreist und nehme noch einmal eine Woche mehr frei um meiner Familie Land und Leute zu zeigen. Die sind glaube ich schon ganz schoen aufgeregt, und ich auch ein bisschen.
Alles klar, ich wuensche euch jedenfalls allen eine besinnliche Karwoche und gesegnete und frohe Ostern,
aus dem nun sehr heissen Honduras,
euer John
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